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Burnout oder Depression? Wenn Erschöpfung nicht mehr nur Stress ist...

Burnout oder Depression – im Alltag ist die Unterscheidung oft schwieriger, als viele denken.

Beide Zustände können sich ähnlich anfühlen und doch werden sie medizinisch unterschiedlich eingeordnet.

Quelle: Stiftung MyHandicap / EnableMe


In der ICD-11 (QD85) wird Burnout als berufsbedingtes Phänomen beschrieben. Es gilt als Syndrom – also als ein Muster aus mehreren gleichzeitig auftretenden Symptomen wie Erschöpfung, mentaler Distanz zur Arbeit und verminderter Leistungsfähigkeit. Burnout ist dabei keine eigenständige medizinische Krankheit oder psychische Störung, sondern die Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich bewältigt werden konnte.

Typische Merkmale eines Burnouts sind:

🔋 Anhaltende Erschöpfung und Energieverlust

🧭 Mentale Distanz zur Arbeit, Zynismus oder innere Abgrenzung

📉 Reduzierte Leistungsfähigkeit und das Gefühl, nicht mehr wirksam zu sein

Wichtig zu wissen: Burnout ist nicht gleich Depression. Ein Burnout kann unabhängig von einer Depression entstehen. Bleibt die starke Belastung über längere Zeit bestehen und werden die eigenen Ressourcen zunehmend erschöpft, kann sich daraus in manchen Fällen eine Depression entwickeln.

Depressionen werden hingegen als affektive Störungen klassifiziert und gehen oft über den beruflichen Kontext hinaus.

Typische Symptome einer Depression sind:

⚫ Anhaltende Niedergeschlagenheit

⚫ Interessenverlust und Antriebslosigkeit

⚫ Schlaf- und Konzentrationsstörungen

Auch wenn sich die klinischen Bilder unterscheiden, gibt es wichtige Gemeinsamkeiten: Stress, innere Unruhe, Erschöpfung und das Gefühl, nicht mehr richtig funktionieren zu können.

Deshalb ist die entscheidende Frage oft nicht: „Ist es Burnout oder Depression?“

Sondern: „Wie lange geht es mir schon so – und was brauche ich jetzt?“

Je früher Warnsignale erkannt werden, desto besser lassen sich Belastungen auffangen und gesundheitliche Folgen vermeiden.

Mentale Gesundheit beginnt nicht erst dann, wenn nichts mehr geht. Sie beginnt dort, wo wir lernen, auf erste Signale unseres Körpers und unserer Psyche zu achten.


 
 
 

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